In der zweiten Folge des DigiWoh Podcasts „Nachverdichtet“ widmet sich Arne Rajchowski gemeinsam mit Sonja Sophia Schröter einem Thema, das viele Digitalprojekte früher oder später einholt: dem Vergaberecht.
Digitalisierung lebt von Experimenten, Pilotprojekten und gewachsenen Kooperationen. Das Vergaberecht hingegen folgt klaren Regeln, formalen Abläufen und dem Prinzip der Gleichbehandlung. Genau in diesem Spannungsfeld bewegen sich viele Wohnungsunternehmen, Kommunen und öffentliche Akteure – mit teils spürbaren Konsequenzen für Innovation und Zusammenarbeit.
Sonja bringt ihre Perspektive aus der Praxis als Innovationsmanagerin ein und beschreibt offen, wie sich Vergabeverfahren auf laufende Digitalprojekte auswirken können. Im Gespräch wird deutlich, warum selbst erfolgreiche Pilotprojekte häufig neu ausgeschrieben werden müssen, wie bestehende Geschäftsbeziehungen dadurch unter Druck geraten und weshalb neue technologische Lösungen oft noch nicht in klassische Vergabelogiken passen.
Im Gespräch beleuchten Arne und Sonja unter anderem:
- warum Vergaberecht häufig genau dort greift, wo Innovation Fahrt aufnimmt
- wie Vergabeverfahren gewachsene Kooperationen ins Wanken bringen können
- welche strukturellen Brüche dadurch in Digitalprojekten entstehen
- warum es für viele neue Technologien noch keine passenden Geschäftsmodelle gibt
- und wie viel Spielraum Vergaberecht tatsächlich für Innovation lässt
Die Folge wirft einen ehrlichen Blick auf die Realität hinter digitalen Transformationsprojekten in der öffentlichen Hand – ohne einfache Antworten, aber mit klaren Beobachtungen aus der Praxis.
Eine Episode für alle, die sich fragen, wie Digitalisierung, Innovation und rechtliche Rahmenbedingungen besser zusammenfinden können – und welche Rolle Vergaberecht dabei heute und in Zukunft spielt.
Redaktion: Judy Miedreich & Arne Rajchowski
Podcastproduktion: David Bargiel

